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Für Kinder ist der Schulweg ein Ort voller Entdeckungen, Begegnungen und neuer Erfahrungen. Sie beobachten die Natur, treffen Freundinnen und Freunde, lernen ihre Umgebung kennen und üben täglich, sich selbstständig im Strassenverkehr zu bewegen.
Der Schulweg ist deshalb weit mehr als eine Verbindung von A nach B. Er ist ein wichtiger Teil der Entwicklung eines Kindes. Gleichzeitig trägt ein sicher gestalteter Schulweg zu einer lebenswerten Gemeinde bei – für Kinder ebenso wie für alle anderen Verkehrsteilnehmenden.
Der Schulweg als täglicher Lernort
Kinder lernen nicht nur im Klassenzimmer. Ein grosser Teil ihrer Entwicklung findet im Alltag statt – und der Schulweg bietet dafür ideale Voraussetzungen. Wer regelmässig zu Fuss unterwegs ist, sammelt jeden Tag neue Erfahrungen. Kinder lernen, sich zu orientieren, Entfernungen einzuschätzen, Entscheidungen zu treffen und Verkehrssituationen richtig zu beurteilen. Schritt für Schritt entwickeln sie die Fähigkeit, sich sicher im Verkehr zu bewegen. Gleichzeitig stärkt der tägliche Fussweg die Selbstständigkeit. Kinder übernehmen Verantwortung für ihren eigenen Weg und gewinnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Auch die soziale Entwicklung profitiert. Auf dem Schulweg entstehen Gespräche, Freundschaften und gemeinsame Erlebnisse. Nicht zuletzt ist der tägliche Fussweg auch ein wertvoller Beitrag zur Gesundheit. Bewegung an der frischen Luft fördert die körperliche Entwicklung, verbessert die Konzentration und hilft Kindern, ausgeglichen in den Unterricht zu starten.
Ein guter Schulweg ist mehr als unfallfrei
Ein sicherer Schulweg bedeutet nicht nur, Unfälle zu vermeiden. Gute Schulwege sind so gestaltet, dass Kinder sie möglichst selbstständig, verständlich und stressfrei nutzen können.
Dabei spielen verschiedene Faktoren zusammen:
Die Gemeinde Diepoldsau hat 2023 die Kampagne «Ich kann das. Ich gehe zu Fuss durchgeführt.» Mehr Infos zur Kampagne findest du im Blogbeitrag: Ich kann das. Ich geh zu Fuss.
Warum Kinder möglichst selbstständig zu Fuss unterwegs sein sollten
Viele Eltern möchten ihre Kinder schützen und begleiten sie deshalb möglichst oft bis vor die Schultüre. Dieser Wunsch ist gut nachvollziehbar. Dennoch zeigen Erfahrungen aus der Praxis und Erkenntnisse verschiedener Fachorganisationen, dass Kinder von einem möglichst selbstständig zurückgelegten Schulweg besonders profitieren. Genau hier setzt die Kampagne «Ich kann das. Ich geh zu Fuss.» an. Sie motiviert Kinder, den Schulweg als Chance zu erleben. Statt Ängste in den Mittelpunkt zu stellen, stärkt sie das Vertrauen in die Fähigkeiten der Kinder und zeigt, wie wertvoll der tägliche Fussweg für ihre Entwicklung ist.
Wer regelmässig zu Fuss unterwegs ist:
Diese Erfahrungen können nicht im Auto vermittelt werden. Verkehrskompetenz entsteht durch Übung, Wiederholung und das schrittweise Sammeln eigener Erfahrungen. Deshalb empfiehlt sich, den Schulweg gemeinsam einzuüben und Kinder danach – ihrem Alter und ihren Fähigkeiten entsprechend – zunehmend selbstständig gehen zu lassen.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Ein sicherer Schulweg entsteht nicht zufällig. Er ist das Ergebnis eines guten Zusammenspiels verschiedener Akteure:
Der Schulweg ist eine Investition in die Zukunft
Ein Kind, das lernt, sich sicher und selbstständig zu Fuss zu bewegen, gewinnt weit mehr als Verkehrskompetenz. Es entwickelt Selbstvertrauen, entdeckt seine Umgebung, bewegt sich regelmässig und sammelt wertvolle Erfahrungen für das ganze Leben.
Deshalb lohnt es sich, den Schulweg nicht nur unter dem Aspekt der Sicherheit zu betrachten, sondern auch als wichtigen Lebensraum für Kinder. Jede Verbesserung eines Fusswegs, jede sichere Querung und jede rücksichtsvolle Begegnung trägt dazu bei, dass Kinder ihren Alltag selbstständig und sicher erleben können.
Ein sicherer Schulweg beginnt deshalb nicht erst bei der Schultüre. Er beginnt bei unserem gemeinsamen Verständnis dafür, wie wichtig dieser Weg für die Entwicklung unserer Kinder ist.
Was kann ich tun?
Kanton St.Gallen Tiefbauamt
Das Tiefbauamt ist für den Unterhalt und die Weiterentwicklung des kantonalen Strassennetzes zuständig. Vom Winterdienst über Lärmschutz bis zur Planung von Grossprojekten übernimmt es alle Arbeiten, die sich mit Kantonsstrassen im Kanton St.Gallen auseinandersetzen. Zudem ist die Abteilung Gebietseinheit VI zuständig für den Unterhalt der Nationalstrassen. Ausserdem ist das Tiefbauamt für die Verkehrsplanung und die Fachstelle Fuss- und Veloverkehr zuständig.
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