Raum & Wohnen
Energieagentur St.Gallen

12. Februar 2026

Ein Jahr Impulsprogramm: Erfahrungsbericht aus der Praxis

Am 1. Januar 2025 ist das Impulsprogramm des Bundes im Rahmen des 2023 verabschiedeten Klima- und Innovationsgesetztes (KIG) in Kraft getreten. Es ergänzt das bestehende Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen mit dem Ziel, den Ausstieg aus fossilen Energien im Gebäudebereich zu beschleunigen und gleichzeitig die Energieeffizienz bestehender Gebäude deutlich zu erhöhen. Konkret bedeutet das den Ersatz grosser fossiler Heizsysteme, dezentraler Elektroheizungen sowie die Verbesserung der Gebäudehüllen.

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Lilian Wehrle
Energieagentur St.Gallen

Wir blicken auf ein Jahr Impulsprogramm zurück: Welche Effekte sind bereits zu erkennen? Wir haben beim Energieberater Benjamin Zäch nachgefragt.

Welche Effekte spüren Sie in Ihrer Arbeit?

Benjamin Zäch: In der Energieberatung weisen wir für die empfohlenen Massnahmen jeweils auch die entsprechenden Fördergelder aus. Die Kundinnen und Kunden erhalten damit eine transparente Entscheidungsgrundlage. Durch die erhöhten Vergütungssätze beobachten wir insgesamt eine höhere Umsetzungsquote, insbesondere bei umfassenden Sanierungen, bei denen mehrere Massnahmen kombiniert werden.

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Benjamin Zäch ist Eidg. Dipl. Techniker HF Energie & Umwelt, GEAK-Experte und Bereichsleiter Energieberatung bei der greencover AG.

Welchen Mehrwert bietet Ihnen das Impulsprogramm in der Beratung?

Benjamin Zäch: Höhere Fördergelder reduzieren die Investitionskosten für die Eigentümer. Dadurch steigt die Bereitschaft, zusätzliche oder umfassendere Massnahmen umzusetzen. Insgesamt erhöht sich somit die Chance, dass mehrere Sanierungsschritte realisiert werden.

Welche Massnahmen laufen gut, welche weniger?

Benjamin Zäch: Der Gebäudehüllbonus wird sehr gut angenommen. Wir haben im letzten Dreivierteljahr mehrere Fördergesuche gestellt und die Abwicklung gestaltet sich als unkompliziert. Auch bei der Massnahme «Installation einer Wärmeverteilung» (IP19) haben wir Fördermittel beantragt, wobei die Umsetzung für 2026 geplant ist. Diese Massnahme ist besonders attraktiv, da bis zu 100% der Kosten gedeckt werden. Bei einfachen Wärmeverteil- und Wärmeabgabesystemen entsteht somit ein sehr geringer Eigenaufwand für die Kunden.

Welches Fazit ziehen Sie nach dem ersten Jahr?

Benjamin Zäch: Die erhöhten Fördersummen des Impulsprogramms wirken sich bei einigen Projekten positiv aus, insbesondere bei grösseren Sanierungen. Wir stellen fest, dass Eigentümer zunehmend ganzheitlich über ihr Gebäude nachdenken. Die zusätzlichen Fördermittel des Impulsprogramms unterstützen sie dabei, diese umfassende Vision in die Tat umzusetzen.

Weitere Informationen zum Impulsprogramm: Impulsprogramm für Energieeffizienzmassnahmen

Was kann ich tun?

Als Hauseigentümerin oder Hauseigentümer:

Als Mieterin oder Mieter:

  • Informiere dich beim nächsten Wohnungswechsel auch über den energetischen Zustand des Gebäudes. Wird meine Wohnung erneuerbar geheizt? Ist die Wohnung gut gedämmt? So bist du unabhängiger von steigenden Öl- und Gaspreisen und hast auch einen höheren Komfort in der Wohnung.

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