16. Juni 2026
Entsiegelung erleben: Ein Spaziergang durch Buchs
Buchs macht sich fit fürs Klima und zeigt, wie Entsiegelung Hitze mindert und Regen nutzt.
Mehr erfahren11. August 2026
Trockenheit, tiefe Wasserstände und mehrere Hitzewellen in kurzer Zeit: Der diesjährige Sommer macht deutlich, dass extreme Wetterereignisse keine Ausnahme mehr sind. Dennoch halten sich zahlreiche Mythen und Fehlannahmen rund um Hitze und Trockenheit. In diesem Beitrag räumen wir mit fünf verbreiteten Irrtümern auf.
Nach einer längeren Trockenperiode wirkt ein Regenschauer oder ein Gewitter wie eine Entwarnung. Doch dieser Eindruck täuscht. Trockenheit entsteht über Wochen oder Monate. Böden, Grundwasser und Gewässer verlieren während dieser Zeit Wasserreserven. Kurze, intensive Niederschläge können diese Defizite jedoch nicht ausgleichen. Hinzu kommt: Ausgetrocknete Böden können Regenwasser oft nur begrenzt aufnehmen. Fällt nach einer längeren Trockenperiode innerhalb kurzer Zeit viel Niederschlag, fliesst ein grosser Teil des Wassers oberflächlich ab, anstatt im Boden zu versickern und die Wasserreserven aufzufüllen. Starkregen kann deshalb lokal zwar Überschwemmungen verursachen, die Trockenheit jedoch kaum entschärfen.
Die Schweiz wird oft als «Wasserschloss Europas» bezeichnet. Tatsächlich verfügen wir über grosse Wasserressourcen. Dennoch heisst das nicht, dass Wassermangel ausgeschlossen ist. Während einer Trockenperiode können kleinere Gewässer austrocknen, Quellen versiegen und die Wasserverfügbarkeit regional sinken. Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung, Energieproduktion und Ökosysteme konkurrieren dann um das Wasser.
Klimaanlagen können zwar für einzelne Gebäude sinnvoll sein, lösen aber die Überhitzung von Städten nicht. Sie benötigen Energie und geben Wärme an die Umgebung ab. In dicht bebauten Gebieten können sie dadurch die Erwärmung verstärken.
Übrigens wie man ohne Klimaanlage ein angenehmes Raumklima erhält, kannst du in diesem Beitrag nachlesen. Langfristig wirksamer sind demnach Massnahmen wie Begrünung, Beschattung und klimaangepasste Stadtplanung.
Die Folgen von Hitze und Trockenheit wirken weit über den Sommer hinaus. Sie beeinflussen Wasserhaushalt, Landwirtschaft, Wälder und Biodiversität. Schäden an Wäldern, Böden oder Gewässern können sich über Jahre hinweg bemerkbar machen.
(Foto von Florim Sabani: Früher Laubabfall aufgrund Trockenstress im August 2026 auf dem Stadtgebiet St.Gallen)
Natürliche Systeme sind grundsätzlich anpassungsfähig. Doch viele Arten können sich nicht schnell genug an die raschen Klimaveränderungen anpassen. Lebensräume verändern sich, Arten verschwinden lokal oder werden verdrängt – so geraten die Ökosysteme unter Druck. Wälder leiden unter Trockenstress, Gewässer erwärmen sich und verlieren an Sauerstoff, während manche Tiere und Pflanzen ihre Lebensräume verlieren.
Hitze und Trockenheit sind keine vorübergehenden Ausnahmen mehr, sondern eine Realität auf die wir uns einstellen müssen. Viele verbreitete Irrtümer vermitteln ein trügerisches Gefühl der Sicherheit. Umso wichtiger ist es, die Herausforderungen realistisch einzuschätzen und rechtzeitig zu handeln. Denn gute Anpassung und wirksamer Klimaschutz können dazu beitragen, die Lebensqualität von Mensch, Tier und Umwelt auch in Zukunft zu erhalten.
Möchtest du noch mehr zum Thema lesen? Hier einige spannende Links:
Was kann ich tun?
Kanton St.Gallen Amt für Wasser und Energie
Das Amt für Wasser und Energie setzt sich ein für sichere und intakte Gewässer, für den Schutz vor Hochwasser und Naturgefahren, für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Flüsse, Bäche, Seen und des Grundwassers, für eine rationelle und effiziente Verwendung der Energie und für den Schutz des Klimas.
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