Das «F385 Circ-Case» besteht aus rezykliertem thermoplastischen Polyurethan (rTPU) und ist selbst wieder rezyklierbar. Die Skischuhe werden von der Davoser Argo Werkstätte gesammelt, auf vorliegende Kunststoffsorten geprüft und zu Flakes verarbeitet. Mittels Compoundierung, einem Verfahren der Kunststoffindustrie, werden diese dann am IWK in Rapperswil-Jona aufbereitet, von Fremdmaterialien und Restverschmutzung getrennt und regranuliert. Im Spritzgussverfahren stellt die Pfister Werkzeugbau AG daraus schliesslich die preisgekrönten Handyhüllen her.
Die Anstrengungen für eine nachhaltige Zukunft gehen noch weiter: So steht in Rapperswil-Jona beispielsweise eine Forschungsplattform für erneuerbare Energieträger und chemische Grundstoffe nach dem Power-to-X-Verfahren – also die Umwandlung von erneuerbarem Strom, Wasserstoff und CO2 in grünes, klimaneutrales Erdgas. Die Entwicklung kostengünstiger Wasserstofftankstellen für den Schwerverkehr ist dabei ebenfalls eine Zielsetzung. In Buchs wiederum steht ein einzigartiges Wärmepumpen-Testzentrum. Ebenfalls im St.Galler Rheintal wird daran geforscht, wie E-Lkw flott geladen oder wie Batterien aus Elektroautos ein zweites Leben geschenkt werden kann.
Das Wissen weitertragen
Schliesslich legt die OST grossen Wert auf Transfer in die Gesellschaft, auf Austausch und Netzwerk. Sie veranstaltet regelmässig öffentliche Diskussions- und Fachtagungs-Formate oder ist Gastgeberin. Im Dezember 2025 organisierte sie den Sustainable University Day 2025: Auf dem Campus Rapperswil-Jona kamen 110 Dozierende, Forschende, Studierende sowie Mitarbeitende aus allen bedeutenden Universitäten und Hochschulen des Landes zusammen, die sich für die Förderung der Nachhaltigkeit engagieren. Im Mai 2026 ist die OST wiederum Teil der Green Days des Kantons St.Gallen sowie der Green City Days in Rapperswil-Jona.
Schritt für Schritt wird die nachhaltige Zukunft plastischer, die vielleicht in einem Labor oder einem Hörsaal der OST ersonnen wurde.