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Erneuerbare Energien sind längst in der Mitte unserer Energieversorgung angekommen. Doch während Sonne und Wind mal im Überfluss, mal spärlich Energie liefern, rückt die Frage ins Zentrum: Wie können wir die unregelmässige Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen mit unserem Energiebedarf in Einklang bringen?
Die Antwort: mit intelligenten Energiespeicherlösungen. Die Ostschweiz zählt bereits einige Batteriespeichersysteme, die dabei helfen, die lokale Stromproduktion optimal zu nutzen. Doch das Potenzial liegt nicht nur in grossen Energiespeicheranlagen.
Auch moderne Privatgebäude entwickeln sich zunehmend zu Energiehubs, die PV-Anlagen, Batterien, Wärmepumpen und sogar Elektroautos miteinander koordinieren. Besonders spannend ist die Rolle der E-Mobilität: Elektroautos können beim bidirektionalen Laden Energie zurückgeben. Oder sie laden gezielt während Solarspitzen oder günstigeren Tarifzeiten.
Entscheidend ist die Integration dieser Speicherlösungen in ein Gesamtsystem, das vom Punkt der Erzeugung bis zum Verbrauch die Energieflüsse intelligent steuert und durch Abregelung, Eigenverbrauchsoptimierung und Parametrierung optimiert.
Die Gebäudemasse kann als natürlicher Wärmespeicher dienen: Wird die Raumtemperatur kontrolliert um etwa 3 °C verändert, lässt sich überschüssige Energie aufnehmen oder ein Mangel ausgleichen. Warmwasserspeicher puffern rund ein Viertel des Tagesbedarfs (ca. 6 Stunden) und gleichen damit Produktionsspitzen aus. Auch einfache bauliche Elemente unterstützen das Speichern von Wärme und Kälte. Zum Beispiel Wassertanks im Wintergarten, die dank hoher Wärmekapazität für Stabilität sorgen, oder Teiche, die an heissen Tagen zur Kühlung beitragen.
Für eine echte saisonale Verlagerung von Sommerenergie in den Winter werden Speicherlösungen in einer anderen Grössenordnung benötigt. Für eine effektive saisonale Verschiebung sind Energiemengen in der Grössenordnung von etwa 10 GWh thermisch erforderlich. Für diese Dimensionen kommen hauptsächlich Erdbeckenspeicher in Frage. Grössere Speichersysteme mit 30 bis 50 GWh könnten in Kombination mit einer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) und einem Wärmenetz betrieben werden. Die saisonale Wärmespeicherung bietet Entlastung für die Stromnetze und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern signifikant.
Die Einbindung solcher Speicher in regionale Energiekonzepte sowie die Sektorenkopplung zwischen Strom und Wärme sind wirtschaftlich sinnvoll, ökologisch wirksam und erhöht die Versorgungssicherheit.
Um das Potenzial von Energiespeichern voll auszuschöpfen, sind folgende Massnahmen geplant:
Mit Sektorkopplung ist die Vernetzung verschiedener Energieformen gemeint wie Wärme, Strom und Mobilität. So kann beispielsweise erneuerbarer Strom genutzt werden, um mit einer Wärmepumpe Wärme zu erzeugen und diese anschliessend zu speichern. Hierdurch kann die Wärmeerzeugung dekarbonisiert und die Energiewende vorangetrieben werden.
Ein Elektroauto bezieht nicht nur Strom aus dem Netz, sondern kann diesen auch wieder zurückgeben. Hierdurch kann die Batterie des Elektroautos als Speicher für den erneuerbaren Strom genutzt werden.
GWh ist eine Einheit für Energie und gibt an wie viel Energie – also z.B. Strom und Wärme – genutzt oder produziert werden. 10 GWh thermisch gespeicherte Energie entspricht in etwa dem Jahresbedarf von rund 400-500 Haushalten. Um 10 GWh thermisch gespeicherter Energie zu ersetzen, müssten etwa 3-4 GWh Strom im Winter zusätzlich produziert werden. Es braucht weniger Strom, da eine Wärmepumpe aus einer Einheit Strom rund drei bis vier Einheiten Wärme machen kann. 3-4 GWh Strom entspricht dem Jahresstromverbrauch von ca. 800 Haushalten in der Schweiz.
Was kann ich tun?
Energieagentur St.Gallen
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