Soziale Verantwortung und faire Mieten
«Der Renovationsbedarf war so hoch, dass eine Renovation in Etappen gar nicht möglich war» sagt Pascal Helfenstein, Projektleiter. Die Bewohnerschaft wurde frühzeitig informiert und erhielt Unterstützung bei der Wohnungssuche sowie Vorrang bei der Neuvermietung. Aufgrund der Sanierung steigen die Nettomieten zwangsläufig – was auch eine Herausforderung ist für die Wohnbaugenossenschaft, welche möglichst faire Mieten bieten will. Doch bedeutend tiefere Heiz- und Nebenkosten mildern den Anstieg. Dank des genossenschaftlichen Modells werden die Mieten über die Jahre im Vergleich zum Markt günstiger.
Lernen aus Erfahrung
Die Projektverantwortlichen raten anderen Bauherrschaften: «Holen Sie sich Profis an Bord.» Die zunehmenden Dokumentationspflichten und technischen Anforderungen seien komplex, aber mit einem guten Planungsteam problemlos machbar. Wichtig sei, die Chancen der gesetzlichen Vorgaben zu erkennen – denn sie lenken den Gebäudesektor in eine klimafreundliche Zukunft.
Angenehme, effiziente Zusammenarbeit mit Bund und Kanton
Als professionell aufgestellte Bauherrschaft mit eingespieltem Fachplanerteam entstanden bei der Beantragung der Fördergelder keine besonderen Fragen. Die gesprochenen Fördergelder entsprechen knapp 3% der Projektkosten. «Verglichen mit allen baulichen Auflagen ein eher bescheidener Beitrag, aber natürlich trotzdem sehr willkommen» fügt Projektleiter Pascal Helfenstein bei. Für folgende Teilbereiche rechnet die Baugenossenschaft noch mit weiteren Beiträgen: Für die Gebäudemodernisierung in Etappen, die Erdsondenbohrung und die Fotovoltaikanlage. Auch aus dem Schwammstadtfonds der Stadt St. Gallen sollte noch ein Beitrag erfolgen.