Planung & Versorgung
energietal toggenburg

05. Juni 2024

Vorreiter in Sachen Energiestrategie

Der Anteil an Strom, der mit Photovoltaik hergestellt wird, steigt in der Schweiz stetig an Gerade auch die Gemeinden im Toggenburg investieren jährlich in den Ausbau von PV-Anlagen.

Sabine Camedda_Portrait

Sabine Camedda
Leiterin Kommunikation energietal toggenburg

In den Toggenburger Gemeinden gibt es verschiedene Beispiele, wie die öffentliche Hand die Produktion von Solarenergie vorantreibt. Bütschwil-Ganterschwil hat im vergangenen Jahr auf dem Dach des Bütschwiler Feuerwehrdepots eine Fläche von 500 Quadratmetern mit Solarmodulen belegt. Die Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, sich finanziell an der Anlage zu beteiligen. Sie erhalten im Gegenzug ihren Anteil aus dem Erlös des Verkaufs des produzierten Stroms.

In Libingen und Mühlrüti wurden in den vergangenen Jahren die Schulhäuser neu gebaut. Die bestehende Aufdach-Anlage von Libingen wieder zu nutzen, war wegen des Ortsbildschutzes und wegen der Gefahr von Dachlawinen nicht möglich. Dennoch war die Gemeinde Mosnang um eine Lösung bemüht. Auf dem Schulhaus konnte eine Indach-Anlage realisiert werden. Die «alten» Panele wurden auf dem Dach des Alters- und Pflegeheims Mosnang wiederverwendet und produzieren weiterhin Energie.

Kirchberg und Lütisburg sowie die drei Gemeinden der Energieregion Obertoggenburg haben zusammen mit energietal toggenburg jeweils eine Machbarkeitsstudie für die Installation von PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden erstellt. In allen Gemeinden wurden mehrere Liegenschaften unter die Lupe genommen. Von jedem dieser Gebäude wurde der Zustand analysiert und das Potenzial für die Produktion von Solarenergie errechnet. Anhand dieser Ergebnisse wurden die Gebäude priorisiert.

Aufgrund dieser Studie werden nun, wo für die Umsetzung der Gebäude erster Priorität nötig, die finanziellen Mittel der Gemeinde beantragt. Ziel ist es, alle wirtschaftlichen und technisch machbaren Flächen innert den nächsten fünf Jahren umzusetzen und einen Investitionsplan für die Gebäude zweiter Priorität mit mittelfristigem Umsetzungshorizont zu erarbeiten. 

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Patrizia Egloff
Projektleiterin energietal toggenburg

Ende 2023 gab es in den Toggenburger Gemeinden 2’020 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 44’400 kWp. Diese produzierten total 44,4 Gigawattstunden Strom. Pro Jahr stammen 508 GWh Energie aus erneuerbaren Quellen.

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Nesslau ist eine der Toggenburger Gemeinden, die jedes Jahr in die Produktion von Energie aus erneuerbaren Quellen investieren. Beispielsweise auf dem Schulareal Büelen.

In den Investitionsplanungen der Politischen Gemeinden sind nun jedes Jahr Projekte vorgesehen, um diese PV-Strategie umzusetzen. In Ebnat-Kappel beispielsweise wird in diesem Jahr die PV-Anlage auf dem Dach des Mehrzweckgebäudes Badi erneuert und mit Panelen an der Fassade erweitert.

Ebenfalls eine Fassadenanlage soll der Erweiterungsbau des Schulhauses Büelen in Nesslau erhalten. Damit erweitert die Gemeinde die bestehende PV-Anlage auf dem Dach der Schulanlage, die bereits im Jahr 2015 errichtet wurde. In Alt St. Johann wird das Dach des Werkhofs Weier mit einer PV-Anlage bestückt. Ausserdem realisieren Wildhaus-Alt St. Johann und Nesslau eine PV-Anlage auf der ARA Churfirsten in Stein.

Unterwasser

Die gesamte Dachfläche der Tennis- und Eventhalle in Unterwasser ist bereits mit einer PV-Aufdachanlage belegt. Das Dach wurde der Gemeinde zur Verfügung gestellt, um dort eine PV-Anlage zu errichten

Was kann ich tun?

  • Gemeindebehörden sollen sich ihrer Verantwortung und ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. Wenn die Gemeinde die Energiewende vollzieht, tun es Privatpersonen ihr gleich.
  • Gute Ideen dürfen kopiert werden. Unter Umständen braucht es eine Adaption oder eine schrittweise Umsetzung.
  • Nehmt die Bevölkerung mit ins Boot, stellt die Projekte überzeugt und motiviert vor. Mit einer guten Information wird es gelingen, dass die Bürgerinnen und Bürger die Umsetzung des Projekts genehmigen.

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