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Nachhaltigkeit ist für viele Organisationen längst mehr als ein Schlagwort. Die Herausforderung besteht heute darin, gute Absichten in konkrete Massnahmen zu übersetzen und Fortschritte messbar zu machen. Genau hier setzt ÖKOPROFIT an. Die Pädagogische Hochschule St.Gallen (PHSG) hat sich 2024 entschieden, am Programm teilzunehmen – und zieht nach dem ersten Projektjahr eine positive Bilanz.
Als Bildungsinstitution beschäftigt sich die PHSG seit vielen Jahren intensiv mit Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Nachhaltigkeit soll jedoch nicht nur Gegenstand von Lehre, Forschung & Entwicklung, Weiterbildungen und Dienstleistungen sein, sondern auch im eigenen Hochschulbetrieb sichtbar und erlebbar werden.
Mit der Teilnahme an ÖKOPROFIT wollte die PHSG ihre Aktivitäten im Bereich Umwelt- und Ressourcenmanagement systematisieren, zusätzliche Fachimpulse erhalten und bestehende Massnahmen weiterentwickeln. Besonders wertvoll war dabei die Möglichkeit, sich mit Unternehmen und Institutionen aus unterschiedlichen Branchen auszutauschen und voneinander zu lernen.
ÖKOPROFIT bot der Hochschule einen strukturierten Rahmen, um Nachhaltigkeit im Campusbetrieb gezielt voranzutreiben, Kennzahlen zu erfassen und konkrete Verbesserungen umzusetzen.
Der Einstieg in das Programm erfolgte im Mai 2024. Während eines Jahres nahm die PHSG an verschiedenen Workshops teil und wurde zusätzlich individuell beraten. Gemeinsam mit Fachpersonen und anderen teilnehmenden Organisationen wurden Themen wie Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Mobilität, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Beschaffung bearbeitet.
Parallel dazu baute die PHSG ihre Datengrundlage aus. Durch die systematische Erfassung von Umweltkennzahlen können Entwicklungen heute besser nachvollzogen, bewertet und gesteuert werden. Diese Transparenz hilft dabei, Prioritäten zu setzen und Massnahmen gezielt weiterzuentwickeln.
Bereits im ersten Projektjahr konnten mehrere konkrete Projekte umgesetzt oder weiterentwickelt werden:
Diese Beispiele zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht immer mit grossen Investitionen verbunden sein muss. Oft sind es organisatorische Verbesserungen, neue Prozesse oder veränderte Gewohnheiten, die eine nachhaltige Wirkung entfalten.
Für die PHSG liegt der grösste Mehrwert nicht in einer einzelnen Massnahme, sondern im ganzheitlichen Ansatz. Durch ÖKOPROFIT wurden Themen, die bereits vorhanden waren, miteinander verknüpft und strategisch weiterentwickelt.
Unsere Teilnahme an ÖKOPROFIT hat gezeigt, dass nachhaltige Entwicklung nicht nur eine ökologische Verantwortung ist, sondern auch organisatorische und wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. Der strukturierte Ansatz des Programms hat uns dabei geholfen, Potenziale sichtbar zu machen und gezielt umzusetzen. Diesen Mehrwert können wir auch anderen Organisationen und Unternehmen empfehlen.
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Markus Seitz
Verwaltungsdirektor der Pädagogischen Hochschule St.Gallen
Besonders wertvoll waren:
Gleichzeitig schafft das Programm Transparenz über Einsparpotenziale bei Energie, Ressourcen und Kosten. Viele Verbesserungen wirken sich nicht nur positiv auf die Umwelt aus, sondern erhöhen auch die Effizienz betrieblicher Abläufe.
Die Rahmenbedingungen einer Hochschule unterscheiden sich teilweise von jenen eines produzierenden Unternehmens. Während bei Industriebetrieben häufig Themen wie Produktionsprozesse, Maschinenparks oder Materialflüsse im Vordergrund stehen, beschäftigen sich Bildungsinstitutionen stärker mit Gebäudebetrieb, Mobilität, Beschaffung oder Veranstaltungsmanagement.
Die Grundidee von ÖKOPROFIT bleibt jedoch dieselbe: Verbesserungspotenziale erkennen, priorisieren und systematisch umsetzen.
Gerade für kleine und mittlere Unternehmen bietet das Programm einen niederschwelligen Einstieg in ein professionelles Umweltmanagement. Der Austausch mit anderen Teilnehmenden, die fachliche Begleitung und die konkrete Umsetzungsorientierung helfen dabei, Nachhaltigkeit nicht als Zusatzaufgabe, sondern als Bestandteil einer zukunftsfähigen Unternehmensentwicklung zu verstehen.
Die ÖKOPROFIT-Auszeichnung, welche die PHSG Ende 2025 erhalten hat, markiert keinen Abschluss, sondern einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Campus. Die im Projekt aufgebauten Strukturen, Kennzahlen und Netzwerke bilden heute die Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung.
Aus Sicht der PHSG zeigt die Teilnahme an ÖKOPROFIT vor allem eines: Nachhaltigkeit gelingt dann besonders gut, wenn sie strategisch verankert, messbar gemacht und gemeinsam umgesetzt wird. Genau dafür bietet das Programm einen praxiserprobten Rahmen – für Hochschulen ebenso wie für Unternehmen im Kanton St.Gallen.
Was kann ich tun?
Ökoprofit
ÖKOPROFIT (Ökologisches Projekt Für Integrierte Umwelt–Technik) ist das ideale Einstiegsprogramm für Unternehmen, die ein Umweltmanagementsystem aufbauen möchten. Es bietet nicht nur eine praxisorientierte Einführung in die Themen Umwelt- und Ressourcenschonung, sondern auch die Möglichkeit, als Vorstufe zu EMAS anerkannt zu werden. Darüber hinaus kann das Programm eine wichtige Grundlage für die spätere Zertifizierung nach ISO 14001 bilden. Unternehmen profitieren somit nicht nur von einer verbesserten Umweltbilanz und Kostensenkungen, sondern auch von einer klaren Orientierung für die Weiterentwicklung ihres Umweltmanagements.
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