Dem Architekten Pascal Müller ist die Baukultur wichtig. Durch das zusätzliche Geschoss gewann das Gebäude an Vertikalität. Die Gauben, welche neu bis an die Fassade treten, stärken diese Vertikalität. Die feinen Geländer der Aussenräume vermittelt zwischen der vergangenen und heutigen Architektur. Die beiden Photovoltaikanlagen fügen sich in die Dachlandschaft ein. Das Ziegeldach prägt die Architektur und wird als stimmige Fläche wahrgenommen. Neue Wildhecken bilden ein wichtiges Element der Freiraumgestaltung. Sie nützen der Biodiversität und schaffen eine angenehme Privatheit für die Bewohnenden. Auch die Mauersegler haben ihre Nistplätze wieder.
Fazit: Mit gezielten und aufeinander abgestimmten Eingriffen, lassen sich Bauten aus den 50er Jahren nachhaltig erneuern. Das zeichnet sich durch den sorgfältigen Umgang mit den Ressourcen, den moderaten Baukosten und der architektonischen Qualität aus. Es ist Pascal Müller vorbildlich gelungen, eine Erneuerung im Einklang von Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft zu realisieren. Er sagt: „Mit nachhaltigen Erneuerung in der Art der Felsenstasse 84 in St.Gallen entsteht eine neue Baukultur mit zukunftsfähigem Wohnangebot. Baukultur, Energieeffizienz und einen sorgfältigen Umgang mit Ressourcen sind keine Widersprüche.“