St.Galler Energiekonzept 2021-2030

Schwerpunkt 2

Quartiere & Areale

Wie beim Energiekonzept gilt auch bei der Energie- und Wärmeversorgung: Gemeinsam geht’s besser! Denn wenn diese Aspekte im Verbund geplant werden, sind sie sowohl energie- als auch kosteneffizienter. So kann beispielsweise die Abwärme von Servern, Computern und sonstigen Geräten in Bürogebäuden genutzt werden, um Wohnbauten zu beheizen.

Infografik Schwerpunkt 2
-60% Energieverbrauch

Integrale Quartier- und Arealentwicklung

Quartiere und Areale sind mehr als die Summe ihrer Gebäude. Wenn Gebäude im Verbund mit Energie versorgt werden, ist dies meist wirtschaftlicher und effizienter als Lösungen für Einzelgebäude. Beispiele dafür sind Wärmenetze zur Abwärmenutzung, Eigenverbrauchsgemeinschaften für erneuerbaren Strom oder die gemeinsame Nutzung von Speichern. Zukunftsweisende Quartiere und Areale entstehen jedoch nur, wenn alle relevanten Themen berücksichtigt werden und alle Anspruchsgruppen daran beteiligt sind. 

Beginn der Massnahme

2022

Status

In Umsetzung

Federführende Stelle

Amt für Wasser und Energie

Zielbild

Gemeinden entwickeln ihre Quartiere und Areale integral. Dabei beziehen sie die verschiedenen Anspruchsgruppen und Themen mit ein. So entstehen zukunftsweisende, klimafreundliche Quartiere und Areale. Diese überzeugen mit hoher Wohn- und Lebensqualität. Gleichzeitig stärken sie die Standortattraktivität. Zudem haben sie Leuchtturmcharakter und wirken als Vorbild über Gemeindegrenzen hinaus.

Diese Massnahme befindet sich in der Initialisierung und wird im Monitoring 2023 erstmals beurteilt.

Umsetzung

  • Der Kanton unterstützt die Gemeinden dabei, die Instrumente der Orts- und Energieplanung auf die Ziele der kantonalen Energie- und Klimapolitik abzustimmen.
  • Sondernutzungspläne sind ein wichtiges Instrument, um Areale zu entwickeln. Der Kanton berät die Gemeinden, wie sie die energie- und klimapolitischen Ziele in der Sondernutzungsplanung berücksichtigen können.
  • Der Kanton unterstützt die Schaffung von Netzwerken finanziell. Darin können sich die verschiedenen Anspruchsgruppen vernetzen und gemeinsam zur integralen Quartier- und Arealentwicklung beitragen.
  • Leuchtturmprojekte wirken oft als Vorbilder. Deshalb stellt der Kanton sicher, dass solche Projekte über das Gemeindegebiet hinaus sichtbar sind.

Kanton fördert Nutzung von Abwärme mit Wärmenetzen

Zwei von drei Gebäuden werden heute noch immer mit Heizöl oder Erdgas beheizt. Obwohl es in der unmittelbaren Umgebung meist andere Wärmequellen gäbe: Abwärme aus der Industrie, aus Bürogebäuden oder aus Infrastrukturanlagen wie Kläranlagen, aber auch Umweltwärme aus Seewasser, Grundwasser oder Erdwärme. Wärmenetze bringen diese Energie dorthin, wo sie gebraucht wird.

Beginn der Massnahme

2021

Status

In Umsetzung

Federführende Stelle

Amt für Wasser und Energie

Zielbild

Die Gemeinden haben mittels Machbarkeitsstudien identifiziert, wo sie Abwärme auf ihrem Gemeindegebiet gewinnbringend nutzen können. Diese Erkenntnisse fliessen ein in ihre Wärmeversorgungskonzepte und in ihre Ortsplanung. So entstehen lokal Nah- und Fernwärmenetze. Mittels Speicher kann die Wärme auch saisonal zwischengespeichert werden.

Die Werte entwickeln sich nach Plan: Danke an alle, die mitmachen und weiter so!

Umsetzung

  • Der Kanton führt die Fördermassnahme «Wärmenetze» weiter. Dadurch unterstützt er sowohl den Bau von neuen als auch die Verdichtung von bestehenden Wärmenetzen weiterhin finanziell.
  • Das Förderungsprogramm unterstützt Machbarkeitsstudien zu Wärmenetzen finanziell.
  • Viele Menschen wissen nicht, dass Abwärme gewinnbringend genutzt werden kann und wie dabei vorzugehen ist. Deshalb erleichtert der Kanton mit Informationen, Vernetzungsaktivitäten und Veranstaltungen, dass Wärmenetze überhaupt angestossen und realisiert werden.
  • Für die Planung von Wärmenetzen stellt der Kanton vorhandene Daten bereit.

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