Um das Gebäude nicht zu schädigen wurden nicht Selbstkletterer, wie Efeu, Wilder Wein oder Kletterhortensien gewählt. Diese Pflanzen eignen sich nicht für Fassaden, da sie sich mit feinen Haftwurzeln an jeglichem Material festkrallen, was zu Schäden an der Bausubstanz führen kann. Es kamen Pflanzen wie Berg-Waldrebe, Rote Anemonen-Bergrebe, Heimische Waldrebe, Gewöhnliche Waldrebe, Zier-Hopfen, Gemeiner Hopfen, Rotblättrige Weinrebe etc. zum Zuge, welche zum Steigen eine Kletterhilfe benötigen.
Als Kletterhilfe haben wir Rankseile gewählt. Diese wurden in regelmässigen Abständen mit rostfreien Ankern mit der Betonplatte (siehe Skizze bei den Bildern) verbunden. Dies ist nötig, weil auf diese Kletterhilfen bemerkenswerte Zugkräfte einwirken, speziell im Zusammenhang mit Nassschnee oder Wind.
Da eine dauerhafte Lösung mit dem bestehenden Gebäude angestrebt wurde, waren die baulichen Massnahmen verhältnismässig gross. Ebenfalls wurde eine vollautomatische Bewässerungsanlage verlegt, welche den Wasserhaushalt reguliert. Zurzeit läuft die Anlage jeden 3. Tag für rund 15 Minuten. Diese Kadenz wird im Sommer, und wenn die Pflanzen voll entwickelt sind, höher sein als im Herbst. Über die Wintermonate November, Dezember, Januar und Februar ist die Anlage ausser Betrieb.