Raum & Wohnen
Energieagentur St.Gallen

28. April 2022

Überbauung Waldacker in St.Gallen – Leuchtturm für nachhaltiges Bauen

Die Überbauung Waldacker in St.Gallen ist mit dem Standard SNBS Platin ausgezeichnet worden. Es sind die schweizweit ersten Holzbauten, welche die höchste Stufe, Platin, des Standards Nachhaltig Bauen Schweiz SNBS Hochbau erreichen. Das freut den Architekten, den Investor, die Bauausführenden, die Stadt St.Gallen und die Ortsbürgergemeinde St.Gallen. Die Mieterinnen und Mieter profitieren von den modernen und nachhaltigen Wohnungen an attraktiver Lage.

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Silvia Gemperle
Leiterin Energie und Bauen Energieagentur St.Gallen

Die Überbauung Waldacker www.waldacker.ch ist schweizweit das erste nach dem Standard Nachhaltig Bauen Schweiz SNBS zertifizierte Platin-Projekt in Holzbauweise und darf mit grosser Freude und Stolz als Pionierleistung bezeichnet werden. Der SNBS Hochbau ist ein Qualitätssiegel, das die Bedürfnisse von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt gleichermassen abdeckt. Dies in der Planung, im Bau und im Betrieb. Er beurteilt das Gebäude selbst und dessen Standort im Kontext des Umfelds. Im Waldacker ist vieles hervorragend gelungen. Ein Leuchtturm, der nach Folgeprojekten ruft.

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Die Überbauung Waldacker setzt sich aus zwei langen geknickten Gebäudezeilen zusammen, die sich längs an das natürliche Gelände anschmiegen. Sie bilden gemeinsam einen ansprechenden Innenraum, der den Mieterinnen und Mietern als Begegnungsraum dient. Die Gebäude wurden ab Oberkannte Untergeschoss fast vollständig in Holzsystembau mit hinterlüfteter Fichtenholzschalung gebaut. Inspiriert wurde der Holzbau vom historischen Tröckneturm, der sich unmittelbar neben der Überbauung befindet.

Die Wohnungen sind durch einen durchgängigen Laubengang mit integrierten Veranden erschlossen. Das ermöglicht den Mieterinnen und Mietern spontane Begegnungen. Auf den Dächern wurden Photovoltaikanlagen installiert und die freien Flächen hochwertig begrünt. Die Gebäude sind an das Fernwärmenetz der Stadt St.Gallen angeschlossen. Im Innenraum mit dem Spielplatz und der Umgebung wurden verschiedenste einheimische Sträucher und Bäume gepflanzt. Bis die Blumenwiese zu sehen ist, dauert es noch eine Weile.

Dank einem Mobilitätskonzept konnte die Anzahl Parkplätze, dies für 110 Wohnungen in unterschiedlicher Grösse, auf 80 reduziert werden. Das sind vergleichsweise wenig Parkplätze. Zusätzlich gibt es eine grosse Anzahl attraktiver Veloabstellplätze, Ladestationen für E-Bikes und E-Autos. Vier Parkplätze sind für gemeinsam genutzte Autos vorgesehen, das Abonnement ist in den Wohnungsmieten enthalten.

Gute Raumluft ist ein weiteres Kriterium. Es wurden Materialien verbaut, welche vergleichsweise wenig lösliche Stoffe abgeben. Sämtliche Wohnungen haben eine natürliche, normenkonforme Lüftung.

Punkte gibt es auch für Gestaltung. Die Ortsbürgergemeinde St.Gallen, die Besitzerin des Grundstücks, hat einen Wettbewerb durchgeführt und sich für einen nachhaltigen und architektonisch überzeugenden Vorschlag entschieden. Das Bauland wird im Baurecht abgegeben.

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In der Sondernutzungsplanung können viele Entscheidungen getroffen werden, welche nachhaltige Bauten erst möglich machen oder gar fordern. Der Leitfaden «Nachhaltigkeit in Sondernutzungsplanungen» unterstützt Fachpersonen, Grundeigentümer, Investoren und Gemeinden bei dieser Aufgabe.

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